KLEINE   BONSAI - HILFE   FÜR   ANFÄNGER


STANDORT GIESSEN  SCHNEIDEN DÜNGEN UMTOPFEN
WURZELSCHNITT  ERDMISCHUNGEN KRANKHEITEN  WINTERPAUSE  WERKZEUGE   

 
WELCHES   IST   DER   BESTE   STANDORT   FÜR   MEINEN   BONSAI  ??

 
Bonsai können sehr alt werden wenn ihm die optimalen Wachstumsbedingungen gegeben werden.

In Japan und China werden Bonsai von Generation zu Generation weitergegeben.

Soll der richtige Standord gefunden werden muss man sich zunächst über die Herkunft und klimatischen Anforderungen der betreffenden Art informieren. Viele Händler und auch Baumärkte unterscheiden lediglich zwischen Indoor und Outdoor-Bonsais. Wobei leider oft Indoor mit unserem Wohnzimmerklima im Winter ab 21°C und mehr verstanden wird. Was aber völlig falsch ist.

Generell muss hier gesagt werden, dass es allen Bäumen draußen besser geht. Die Bezeichnung Indoor ist eigentlich unsinnig, da es keine Bäume gibt, die in Zimmern wachsen. Folgend nun eine differenzierte Unterscheidung. 

Das Wichtigste ist erst einmal festzustellen, welches Klima ein Baum braucht und welche grundsätzlichen Bedürfnisse er hat. Diese können sehr unterschiedlich sein. 

Hier möchte ich deutlich betonen, was oft falsch verstanden wird.:

Es gibt keine "Bonsai-Pflegeanleitung". 

Grundsätzlich muss jeder Baum seine ganz individuelle Pflege erhalten.
Un nun räumen wir gleich mit noch einem Gerücht auf: 

Es gibt keine Bonsai-Samen.

Hier werden ebenfalls ganz gewöhnliche Baumsamen angeboten - nix Bonsai - wächst nicht automatisch kleiner  -  das ist echter Nepp.

1. Outdoor
Bäume, die in unserem mitteleuropäischen, oder anderem gemäßigtem Klima gedeihen und kalte Winter mit Minus-Graden ausgesetzt sind (Einheimische Bäume oder z.B. aus Nordamerika und Japan). Diese Bäume müssen auch als Bonsai im Winter draußen stehen (ohne Ausnahme) und allen Jahreszeiten ausgesetzt sein. 
(Hierzu gehören sämtliche Nadelbäume) 
Oft werden Mädchenkiefern in Wohnzimmern gehalten. Dies ist für dem Baum über kurz oder lang  tödlich!! 
Am Besten gefällt mir da das Beispiel mit dem Fisch, der ja auch nicht ausnahmsweise ausserhalb des Wassers leben kann. 

Outdoor brauchen die Winterpause und dürfen auch bei Frost nicht aus "falschem Mitleid" in die Wohnung genommen werden. Nur vor strengem Frost müssen manche Arten geschützt werden. (Der Erdballen muss vor dem Durchfrieren geschützt werden) Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen. Mann kann den Baum mitsamt der Schale im Garten in den Boden einlassen oder aber  die Schalen in Karton stellen und mit Torf ö.a. bedecken. Gute Erfahrung habe ich damit gemacht, die Schalen in Noppenfolie einzuwickeln und dann auf Styroporplatten in eine windgeschütze Ecke des Balkons zu stellen. (Denn ich habe leider keinen Garten.) Mehr  Info unter Winterpause

Outdoor brauchen einen sonnigen Platz. Laubbäume müssen jedoch vor der grossen Mittagshitze wenn möglich geschützt werden. Die Bäume würden mehr Wasser verdunsten als sie aufnehmen können. 

Luffeuchtigkeit und Temperatur müssen bei diesen Bäumen nicht korrigiert werden.Sonne und ständige Luftbewegung sorgen dafür, dass die Blätter kräftig und wiederstandsfähig werden. Das ist auch notwendig, da diese Baumarten auch bei uns in der Natur wachsen und von vielen Insekten und Lebewesen bewohnt, angefressen und angesaugt werden. Diese verschmähen auch einen Bonsai nicht, wenn er nur genügend zartes Laub besitzt. Outdoor sind darauf eingestellt und werden, wenn sie optimal gepflegt sind mit den meisten Schädlingen alleine fertig. Es gibt Bäume, die den ganzen Tag in der Sonne stehen können und sollen, wie z.B. Kiefern, Eichen und andere die lieber schattig stehen wollen wie Buchen oder Azaleen.

2. Indoor
Damit meine ich jetzt die wenigen, die es bei uns bei entsprechender Pflege den Winter in der Wohnung einigermaßen überstehen. Darunter zählen alle tropischen Pflanzen, die keine Jahreszeiten kennen und nicht winterhart sind. (z.B. diverse Ficus-Sorten, Pflanzen die bei uns vorwiegend als Zimmerpflanzen bekannt sind.) 
Es sollte jedoch nicht so sein, dass diese Bäume das ganze Jahr über in der Wohnung oder  in einem beheizten Raum stehen sollten. Tropische Bäume ( z.B. Ficus-Arten und Sukkulenten) überwintern lediglich in geheizten Räumen (18-22 Grad) an einem hellen Platz, jedoch keinesfalls direkt über dem Heizkörper. Die meisten tropischen Arten benötigen jedoch zum gedeihen eine höhere Luftfeuchtigkeit, mehr Licht und mehr Luftzirkulation, als wir ihnen in der Wohnung bieten können. Deshalb sind Indoor eher schwieriger zu halten. Wer den Aufwand nicht scheut kann diese Faktoren korrigieren:

  • Die Luftfeuchtigkeit lässt sich daduch erhöhen, dass die Bonsai-Schale auf ein mit Wasser gefülltes Tablett gestellt wird, das mit Tongranulat oder Kies oder Lavasplit gefüllt ist. Durch die ständige Verdunstung bleibt es um den Baum relativ feucht.
  • Ob die Lichtmenge erhöht werden muss zeigt der Bonsai durch sein Wachstum an. Sind die Blattabstände seit dem Kauf großer geworden braucht der Baum mehr Licht. Steht keine hellerer Platz zur Verfügung kann mit speziellen Pflanzenlampen korrigiert werden.
  • Bäume, die in der Wohnung besonders "zartes Laub" bilden sollten einer Luftbewegung durch einen Ventilator ausgesetzt werden. Beides lässt sich mit einer Zeitschaltuhr leicht regeln.


3. Kalthausbonsai
Vorsicht !!  Diese werden oftmals als Indoor-Bonsai angeboten. 
Ein Kalthausbonsai ist ein subtropischer Baum und gehört im Winter  an einen kühlen (8-10 Grad) und hellen Platz. Ein Wintergarten ist hier natürlich am besten geeignet. Er übersteht sicherlich einige Zeit in beheizten Räumen, jedoch wird er auf längere Sicht bestimmt keine gesunde Pflanze und immer mehr geschwächt. Im Frühjahr, wenn die Nachttemperaturen konstant 15 Grad erreichen, sollte jeder Indoor und Kalthausbonsai nach draussen. Allerdings sollte der Baum langsam an die Sonne gewöhnt werden. Im 1. Monat halbschattig aufstellen oder nur der Morgensonne aussetzen. Gewöhnt man seinen Indoor oder Kalthausbonsai nicht langsam an die Sonne, können die Blätter einen irreparablen Sonnenbrand bekommen.
 


WIE UND WIE OFT MUSS ICH MEINEN BONSAI GIESSEN  ??

 
Wir verwenden vorzugsweise Regenwasser. Sollte dieses nicht vorhanden sein, kann auch abgestandenes Leitungswasser verwendet werden. 

Würden wir nur Leitungswasser verwenden würden zu viel Kalk und Salze in das Substat gegossen. Diese führen auf Dauer zu einer Übersalzung des Bodens. Dadurch könnte der Baum geschädigt werden. (Auch dies ist bei den Bäumen unterschiedlich. Es gibt auch Bäume, die Kalk gut vertragen und sogar bevorzugen!!) Also auch hier wie bei allem immer die Bedürfnisse des jeweiligen Baumes berücksichtigen.)

Alternativ kann das Wasser z.B. mit "Brita" Wasserfilter gefiltert werden oder ein Nylonstumpf mit Torf über Nacht in einen Eimer mit Wasser gehängt werden. Diese Methoden tragen ebenfalls zur Entsalzung bei. Bei großen Bonsai-Sammlungen wird sich dies aber eher als mühselig erweisen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu kalt, sondern handwarm ist, damit die Bäume, vor allem im Sommer, keinen Temperatur-Schock bekommen. Wenn man Bonsai im Garten mit dem Gartenschlauch mitgiesst, sollte man ebenfalls darauf achten, das 1. Wasser aus dem Schlauch auslaufen zu lassen, da dieses im Sommer durch die Aufheizung des Schlauches zu heiß sein könnte.

Vor allem im Sommer erfordert das Giessen eines Bonsai mehr Aufmerksamkeit als frei wachsende Pflanzen. Zum einen steht einem Bonsai nur sehr wenig Erde für die Wasser- und Nährstoffspeicherung  zur Verfügung. Zum Anderen wird die wenige Erde von Wind und Sonne schneller ausgetrocknet. 
Es gibt keine Faustregel für das Giessen, wie etwa 1x täglich oder 4-5 x wöchentlich. Vielmehr ist tägliche Kontrolle unerlässlich. Im Sommer evtl. sogar 2 x täglich. Standort, Substrat, Schalengröße, Jahreszeit sowie individuelle Bedürfnisse einer Pflanze beeinflussen das Giessverhalten. 

Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Wurzelballen niemals völlig austrocken und auch nicht ständig nass sein darf. (Letzteres führt unweigerlich zu Wurzelfäule) Bei Wurzelfäule faulen durch ständigen Wasserkontakt die feinen Haarwurzeln, mit denen der Baum das Wasser aufnimmt. Der Baum kann dann kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Der Baum verdurstet dann, obwohl er im Wasser steht. Erste Anzeichen sind welke Blätter und trockene Zweige. Diese Anzeichen könnten leider irrtümlich mit Trockenheit in Verbindung gebracht werden. Weiteres Giessen würde jedoch die Situation nur verschlimmern.

Generell sollte gegossen werden, wenn die Erdoberfläche zu etwa 80 % abgetrocknet ist. Eine lockere und körnige Erdmischung  wird meistens deutlich heller, wenn es trocken ist. Bei einem Humushaltigen Substrat muss man dann schon mit den Fingern kontrollieren, ob  die Erde angetrocknet ist.  Bei der Menge des zu verabreichenden Giesswassers kommt es ebenfalls auf das Substrat an, in welchem der Bonsai steht. 

Bei Lockerem und körnigen Substrat kann man im Sommer bedenkenlos  giessen, bis Wasser aus den Abzugslöchern austritt. In der kälteren Jahreszeit nur so viel, wie der Boden aufnehmen kann. Außerdem benötigen Outdoors im Winter nur relativ wenig Wasser und müsen nur ca. alle 14 Tage kontrolliert werden. Indoor sollten je nach Standort 2-3 x pro Woche kontrolliert werden. Am sonnigen Südfenster jedoch öfter. 

Bei torfhaltigem und lehmigem Substrat soll man im Sommer ebenfalls regelmäßig giessen, jedoch nur soviel dass kein Wasser abläuft, da sich sonst schnell Staunässe bilden kann - was für jeden Bonsai tödlich ist. In der kälteren Jahreszeit wegen des geringeren Verbrauchs etwas weniger Wasser geben und um Staunässe zu vermeiden lieber öfter kleinere Mengen giessen.

Sollte Wasser einmal beim Giessen vom Substrat nicht gleich aufgesaugt werden, z.B. bei zu trockenem oder festen Boden, kann man die Erdoberfläche vor dem Giessen einsprühen, wodurch die Aufnahmefähigkeit verbessert wird. Alternativ kann man auch die gesamte Schale bis zum Wurzelansatz in Wasser stellen, damit sich die Erde vollsaugen kann. Nach 1/4 Stunde kann man den Baum dann wieder herausnehmen  und abtropfen lassen.

Bei Indoor ist es ratsam, eine Schale mit Split oder Granulat auf zu stellen, mit Wasser zu füllen, und den Baum daraufzustellen um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Besonders zu emfpehlen, wenn ein Baum über der Heizung steht, was jedoch vermieden werden sollte, da es dann leicht zu einem Befall von Spinnmilben kommen kann. (Kann auch bei Oudoor angewendet werden.)


SCHNEIDEN


WANN  UND  WIE  SOLL  ICH  MEINEN  BONSAI  DÜNGEN ??
Bonsai können grundsätzlich mit organischem oder  anorganischen Dünger gedüngt werden. Individuelle Angaben unter den verschiedenen Bäumen (Outdoor oder Indoor). 

Organischer Dünger zersetzt sich langsam im Boden. Dadurch gibt er die Nährstoffe nur nach und nach an den Baum ab und es kann selter zu einer Überdüngung kommen. Die Wirkung von organischem Dünger tritt jedoch nicht sofort auf, da der Dünger eine gewisse Zeit braucht, um wirksam zu werden.

Von Frühjahr mit Herbst gibt man vorzugsweise stickstoffreiche Dünger, das kurbelt das Wachstum richtig an. Ab September sollte man dann  kaliumhaltige Dünger  verwenden, der die Struktur der neuen Triebe aushärtet  und den Outdoor-Bonsai  beispielsweise für den Winter festigt. 

Ein viel werwendeter Dünger ist Biogold, der aus kleinen Stücken besteht, welche auf die Erdoberfläche ausgelegt werden. Man rechnet so viele Stücke wie die Schale in cm breit ist.

Um Biogold schneller wirkungsfertig vorliegen zu haben kann man diesen wie folgt präparieren:
 

  • 15 Stücke Biogold in 1 Liter Wasser in einer Flache gefüllt auflösen. 
  • 14 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. (Nun beginnt der Dünger sich zu zersetzen.) Nährstoffe werden freigesetzt.
  • Ab un zu schütteln. 
  • 1 Teil Konzentrat mit  9 Teilen Wasser 1 x wöchentlich giessen - oder 1 Teil Konzentrat mit 25 Teilen Wasser bei jedem Giessen.
Zu verwenden vom April bis Oktober - (Im Frühjahr zusätzlich 1 x monatlich mit Eisendünger und im August, September, Oktober stattdessen hochkonzentrierter Kaliumdünger)

Anorganischer Dünger (Flüssiger Mineraldünger) wirkt viel schneller als organischer Dünger. Jedoch ist hier Vorsicht geboten. Es kann leicht zu einer Überdüngung kommen.

Auf keinen Fall soll mehr Dünger gegeben werden, als auf der Herstellerangabe. Im Prizip wird aber genauso wie beim organischen Dünger von April bis Oktober gedüngt. Mit denrselben Zugaben von Eisen- und Kalium, (immer nach Herstellerangaben).

Weitere wichtige Pflanzennährstoffe sind Phosphat, Magnesium und verschiedene Spurenelemente.


Nachfolgend die Wirkungsweisen der unterschiedlichen Nährstoffe:

STICKSTOFF:
Wird für alle Wachstumsprozesse benötigt. Diese können über die für die Pflanzen verfügbare Stickstoffmenge gesteuert werden. Steht viel Stickstoff zur Verfügung, ist ein starkes Wachstum zu erwarten. Wenig Stickstoff führt zu geringem Wachstum. Stickstoff sollte immer ausgewogen im Verhältnis zu den anderen Nährstoffen gegeben werden, da der Zuwachs sonst nicht widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten ist.

Beispiel:NPK 10:5:5 enthält 10% Stickstoff (N), 5% Phosphat (P) und 5% Kaliumoxid (K), Steht eine weiter Zahl hinter der NPK-Angabe in Klammern, so ist dies eine Angabe über den Magnesiumgehalt (Mg)

Jungpflanzern benötigen, da ein kräftiger Zuwachs zu notwendig ist, vom ersten Austrieb im Frühjahr bis zum Juni ein gleichmässiges und hohes Nährstoffangebot mit hohem Stickstoffanteil (z.B. NPK 2:1:1). Dann wird bei gleich bleibender Düngermenge der Stickstoffanteil auf mindestens 1:1:1 gesenkt. Im August, September, Oktober mit einer Kaliumbetonten Düngung mit 1:2:3 der Herbst eingeleitet.

Ein Solitär dagegen soll nicht so kräftige Triebe bilden wie eine Jungpflanze oder eine Pflanze im Aufbau. Diese Pflanzen können von Austriebsbeginn im Frühjahr bis zum Herbst mäßig mit Nährstoffen 1:2:3 versorgt werden.

EISEN:
Sorgt dafür, dass die Blätter schön grün werden. Gelbe Blätter z.B. weisen möglicherweise auf eine Mangelerscheinung hin.

KALIUM:
ist kein Pflanzenbaustein, es fördert die Holzentwicklung und damit die Frosthärte. Außerdem steigert es durch eine Erhöhung der Wurzelsaugkraft die Trockenresistenz der Pflanzen. Deshalb sollten während der heißen Jahreszeit und im frühen Herbst Kaliumgaben bei im Freien gehaltenen Bonsai nicht zu gering sein.

MAGNESIUM:
ist ein Baustein des Chlorophylls und wirkt an einigen wichtigen Stoffwechselprozessen mit. Der Magnesiumbedarf von Nadelbäumen ist höher als der von Laubbäumen.

SPURENELEMENTE:
sind Nährstoffe, die für die Pflanze lebensnotwendig sind, aber nur in sehr geringen Mengen benötigt werden. Oft sind sie in Pflanzerde bereits vorhanden. Sie müssen allerdings, wenn eich Baum mehrere Jahre in der gleichen Erde steht, von Zeit zu Zeit zugeführt werden.

Bei der Überdüngung überzeigt die Konzentration von Mineralstoffen und Salzen im Substrat die Konzentration dieser im inneren der Wurzeln. Durch dieses Ungleichgewicht zwischen Substrat und Wurzeln entzieht das Salz im Erdreic den Zellen der Haarwurzeln solange Wasser, bis der Salzgehalt innerhalb und außerhalb der Wurzeln wieder auf gleichem Niveau ist. Dieser Prozess kann zum Absterben der Haarwurzeln führen, wodurch der Baum nicht mehr genug Wasser aufnehmen kann. Hier spricht man auch vom Verbrennen der Wurzeln. Schlimmstenfalls geht der Baum sogar ein.


UMTOPFEN


WURZELSCHNITT


WELCHE ERDMISCHUNGEN KANN  ICH  VERWENDEN ??
Das Substrat ist bei der Bonsai-Pflege das A und O. Da Bonsai in relativ kleinen Schalen gehalten werden muss das Substrat dafür sorgen, dass sich keine Staunässe bilden kann. Es muss wasserdurchlässig sein, damit überschüssiges Wasser gut abfliessen kann.

Von Bedeutung ist auch der pH-Wert des Substats. Dieser kann je nach Pflanzen zwischen  pH 3,5 (sauer) und  pH 9  (alkalisch) liegen. Der neutrale Bereich liegt bei pH 7. Manche Bäume sind auf einen bestimmten pH-Wert angewiesen, andere vertragen einen breiten pH-Bereich.

Bonsai-Erde ist eine Mischung aus verschiedenen Bestandteilen.

LEHM
kann sehr viel Wasser speichern und nur langsam an den Baum wieder abzugeben. Da normaler Lehm aus feinen Teilchen besteht und lehmige Erde deshalb sehr schnell verdichtet, ist gewöhnlicher Lehm eher nicht geeignet.Bei Bonsai verwendet man deshalt Lehm-Granulat (AKADAMA) aus Japan.

AKADAMA
gibt es in verschiedenen Korngrößen und in 2 Qualitäten. Es behält seine Körnigkeit für lange Zeit bei.

TORF
besteht hauptsächlich aus organischem Material mit hohem Wasseraufnahmevermögen. Da Torf in Mooren  abgebaut wird und diese bei uns immer seltener werden, wird seit einigen Jahren versucht, keinen oder nur noch wenig Torf als Pflanzsubstrat zu verwenden. Torf hat einen niedrigen pH-Wert, was für manche Pflanzen sehr wichtig ist. 

LAVAGRANULAT
erhöht den Luftanteil in der Erde und fördert damit den Gasaustausch im Substrat. Gleichzeitig ist es in der Lage, größere Mengen Wasser zu speichern. Zudem erhöht es den Gehalt an Spurenelementen.

SAND
erhöht die Wasserdurchlässigkeit torfhaltiger und anderer Substrate. Gleichzeitig hält er für die Pflanze leicht verfügbares Wasser im Substrat.

PIKIERERDE
ist ein nährstoffarmes Substrat. Wegen seiner guten Wasserdurchlässigkeit und gleichzeitigem Wasserspeicherungsvermögen ist es ein idealer Bestandteil von Bonsai-Erde.

KIES
verbessert die Drainageeigenschaften (Wasserdurchlässigkeit) des Substrates.

KANUMA
ist ebenfalls ein körniges Substrat aus Japan, der pH-Wert liegt auch hier (wie bei Torf) im sauren-Bereich.
 

Die jeweilen Mischungen müssen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arten angepasst werden.


KRANKHEITEN


WINTERPAUSE


WERKZEUGE